Die Fleckenbühler Mühle
Die Turbine
© Michael Dietz März 2017
In den 1920er Jahren war es notwendig geworden, die Mühle zu modernisieren, um sie weiterhin wirtschaftlich zu betreiben. Das Wasserrad war marode und so entschloss sich Wilhelm, das Wasserrad durch eine moderne Turbine zu ersetzen.
Neben der Turbine wurden zwei Walzenstühle und ein Plansichter angeschafft. Damit war die Fleckenbühler Mühle mit den neuesten und modernsten Gerätschaften ausgestattet und für viele Jahre allen Anforderungen gewachsen. Für die Ausnutzung der Wasserkraft wurde eine horizontale Schachtturbine gewählt. Diese besteht aus einem Leitapparat, Krümmer, Hals- und Endlager, Turbinenwelle und Saugrohr. Letzeres ragt in das Unterwasser und das Wasser hat am Austritt des Rohres eine Geschwindigkeit von 0,8 Meter/Sekunde. Im Oberwasser befindet sich vor dem Schacht ein Krautrechen. Am Leitapparat ist ein Regulierungsgestänge angebracht, welches zur Regulierung des Wassereintritts und der Turbinenleistung dient. Dieses wird aus der Mühle heraus betätigt. Auf der Turbinenwelle ist eine Riemenscheibe angebracht, welche die Kraft über einen Riemen auf die Transmission überträgt. Neben dem Turbinenschacht befindet sich noch ein Freifall mit 1 Meter lichter Weite, um bei Stillstand der Turbine oder Hochwasser, das Wasser vom Obergraben direkt in den Untergraben abzuleiten.
2750 Mark Gebühren für den Eintrag in das Kataster im Jahr 1925.
Kurzfilm Die Turbine
Zurück Zurück Die Turbine Die Turbine
Made with Magix